Parkplatz Allerheiligen © Charly Ebel (Nationalpark Schwarzwald)

Infrastruktur & Verkehr

Die Schwarzwaldhochstraße und der Nationalpark sind Sommer wie Winter ein beliebtes Ausflugsziel. Gleichzeitig ist die B500 eine zentrale Verkehrsachse für Pendler und Wirtschaftsverkehr. Um dem erhöhten Verkehrsaufkommen und den damit einhergehenden Problemen wie Lärm, Emissionen und Wildparken entgegenzuwirken, wurde von Nationalpark, Land und Region gemeinsam ein Verkehrskonzept ausgearbeitet, das nun umgesetzt wird. Dabei wurde unter anderem bereits das ÖPNV-Angebot aus der Region in den Nationalpark ausgebaut. Dennoch kommt es auch weiterhin regelmäßig zu Überlastungen.

Hier konnten Sie Ihre Anregungen zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNV-Angebots und Ihre Ideen zum Thema Infrastruktur & Verkehr einbringen.

Schon seit den 1950er Jahren kommt es insbesondere an Wochenenden, Feiertagen oder in Ferienzeiten mit schöner Wetterlage entlang der Schwarzwaldhochstraße zu verstärkten Verkehrsproblemen. Das erhöhte Verkehrsaufkommen bringt unter anderem Lärm und hohe Emissionen mit sich, was der eigentlichen Aufgabe eines Nationalparks entgegensteht, die Natur vor dem menschlichen Einfluss zu schützen. Gemeinsames Ziel der Region und des Nationalparks ist es daher, in die derzeitigen und zukünftigen verkehrlichen Strukturen regulierend einzugreifen und diese im Sinne des Naturschutzes und einer nachhaltigen Mobilität zu steuern. Gleichzeitig gilt es, die Bedürfnisse von Region, Besucherinnen und Besuchern sowie Anrainern zu berücksichtigen.

Gemäß Nationalparkplan und Nationalparkgesetz wurde das Verkehrskonzept von Nationalpark, Region und Land bis 2018 gemeinsam entwickelt. Eine Herausforderung war und ist dabei, dass die Nationalparkverwaltung keine rechtliche Handhabe oder Entscheidungsbefugnisse hinsichtlich des Straßenverkehrs, des ÖPNVs oder öffentlicher Parkplätze hat. Hier sind die Zuständigkeiten gesetzlich geregelt. Daher kann der Nationalpark nur impulsgebend und unterstützend agieren und arbeitet hier eng mit den zuständigen Akteurinnen und Akteuren zusammen.

Aktuell befindet sich das Verkehrskonzept in der Umsetzung. So wurden zum Beispiel im Frühjahr 2021 vier neue Regiobuslinien eingeführt. Mit den Bussen können Gäste, aber auch Anrainer und Mitarbeitende des Nationalparks von den umliegenden Städten und Gemeinden zum Nationalpark gelangen. Damit das Angebot stärker genutzt wird, hat die Nationalparkregion begonnen, das neue ÖPNV-Angebot zu bewerben. Am Nationalparkzentrum Ruhestein wurde eine Parkraumbewirtschaftung und –kontrolle zur Vermeidung von Wildparken umgesetzt. Insbesondere die Lenkung des Individualverkehrs befindet sich mit der Planung und Umsetzung eines umfassenden Parkleitsystems aktuell noch in der Entwicklung.

 

Ausführliche Informationen zum Verkehrskonzept finden Sie auf der Website des Nationalparks Schwarzwald hier.